Raketenstark im Regenbogenkiez

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Wohin steuert das Kosmosviertel? Darüber wollte das Quartiersmanagement mit den Bewohner*innen sprechen und lud am 26. April zu einem Workshop.

Der Workshop war keine anstrengende Arbeitssitzung, sondern eher ein Tag der offenen Tür im Quartiersbüro. Kiezbewohner*innen, Vertreter*innen von Initiativen, Bezirksamtsmitarbeiter*innen und Passant*innen kamen vorbei, informierten sich und diskutierten darüber, wo im Kosmosviertel der Schuh drückt und was dagegen getan werden sollte.
Jede*r bekam fünf Klebepunkte, mit denen er an einer Stellwand die Projektideen markieren konnte, die ihm am wichtigsten sind. „Das sind Ideen, die wir im letzten Jahr gesammelt haben“, erklärt Quartiersmanagerin Marieke Piepenburg. „Die Ideen kommen aus dem Quartiersrat, aus dem Bezirksamt und auch von Leuten, die einfach so zu uns ins Büro gekommen sind.“

Abstimmung mit Klebepunkten und Kieselsteinen


Nach vier Stunden klebten viele Punkte bei den Ideen „Wegweiser und Infotafeln“, „Skaterpark oder Halfpipe“, „Freizeitangebote für Kinder mit Beeinträchtigungen“, „Familienküche“ und „Schwimmhalle“. Besonders am Herzen liegen den Bewohner*innen die Projekte aus den drei Bereichen Bildung/Ausbildung/Jugend, öffentlicher Raum und Nachbarschaft/Gemeinwesen/Integration. Weniger bedeutsam erscheinen ihnen die Bereiche Beteiligung/Vernetzung und Arbeit/Wirtschaft. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung mit bunten Kieselsteinen.

Richtungsentscheidung für das Kosmosviertel


Und wozu dient dieses Meinungsbild? Das Quartiersmanagement stellt zur Zeit das „Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept“ (IHEK) auf. Das ist der Kosmosviertel-Fahrplan für die nächsten Jahre. Was im IHEK nicht drinsteht, kann das Quartiersmanagement später nicht fördern. Deshalb sollte keine Idee, die das Kosmosviertel voranbringen könnte, vergessen werden.
„Das Leitbild soll kurz und knackig sein“, sagt Marieke Piepenburg, „und darüber soll ein Slogan stehen.“ Im Laufe des Nachmittages haben die Bewohner*innen drei Vorschläge an die Stellwand gepinnt: „Ein Kiez verbindet“, „Regenbogenkiez“ und „Kosmosviertel – raketenstark!“
Die Ergebnisse des Workshops wertet der Quartiersrat in seiner Sitzung am 10. Mai aus. Das Kiezgremium legt dann endgültig fest, wo die Schwerpunkte der Quartiersarbeit liegen sollen und und welche Probleme zuerst angegangen werden. Das IHEK wird anschließend von der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick offiziell beschlossen.
Bei der Quartiersratssitzung am 10. Mai sind Gäste willkommen. Es wird gebeten, sich vorher beim Quartiersmanagement anzumelden.

Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann
Foto: Jens Sethmann
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